Germany's first independent & acoustic rockband (1969 - 1974)

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Presse 2003 / 2004:

 

„Wenn man bedenkt, welche Pioniertaten der Kopf von Percewood’s Onagram vollbracht hat ...“

Musikexpress 9 / 2003
 

„In den frühen 70er versuchte Michels zunächst mit der ersten deutschen Indie-Band Percewood’s Onagram eine durchaus eigenständige deutsche Folkrock-Version zu basteln, die nichts mit gängigem Krautrock oder Prog Rock zu tun hatte, viel jedoch mit amerikanischem, psychedelischem Westcoast-Sound.“

Notes 10 / 2003
 

„Mit Percewood’s Onagram spielt Michels zwischen 1969 und 1974 vier hochgelobte Alben ein. Die ersten beiden, FIRST ALBUM (1969) und LESSONS FOR VIRGINS (1971), pendeln zwischen anarchischem Spieltrieb, experimenteller Leidenschaft, Lust am Chaos und verdienen das Etikett Folk-Punk. Wesentlich ambitionierter und durchdachter geraten sind die beiden Nachfolger: Das 1972 veröffentlichte TROPICAL BRAINFOREST, vor allem aber das finale AMEUROPE (1974) mit seiner Mixtur aus mystischen Psychedelic-Momenten, swingenden Jazz-Partituren und tiefgehenden Folkwurzeln, profitierten von Michels‘ mittlerweile gereiftem Kompositions- und Gesangsstil.“

Musikexpress 10 / 2003
 

„Alexis Korner ermunterte er ihn zu seiner ersten Langspielplatte, die Michels mit seiner neuen Band Percewood’s Onagram aufnahm. Bis 1974 erschienen vier englischsprachige Alben, die man heute getrost als 'link' sehen kann zwischen den Rattles und Ton Steine Scherben einerseits und Can und Kraftwerk andererseits. Ein hellsichtiger Songwriter stellte sich hier vor, der geschickt Folk, Rock, Beat und Soul auf sehr psychedelische Weise miteinander mixte.“

Neue Musik Zeitung 11 / 2003
 

„Percewood’s Onagram wollte nie in ein Raster der Rockmusik der 70er Jahre, was schon das 1969 veröffentlichte 'First Album' demonstrierte: der Mix aus Blues, Folk und Rock war so hierzulande noch nicht gehört worden. In der neuen, remasterten Version und den Bonustracks, die das gesamte Oeuvre der Vorläufergruppe 'One Plus None' enthalten, bekommt das einen neuen, aktuellen Glanz, zumal die Musik nichts von ihrer Klasse verloren hat. 'Lessons For Virgins' wurde im Juli 1971 in sechs (!) Stunden auf einer 2-Spur-Maschine durchgezogen. Doch nach dem Remastering mit Tontechniker Richard Borowski hört man die ursprüngliche Qualität der Musik. Zusammen mit den Zugaben - drei der in Bremen eingespielten Demos für die LP - ist das tatsächlich eine ganz neue CD und sie ist in dem neuen Klang vor allem auch ein ideales Bindeglied zum 1972 veröffentlichten Opus 'Tropical Brainforest', auf dem Michels seinen Stil als Songschreiber fand: Die Grundstruktur lieferte der Folk, als Zugabe gab es sparsamen Rock und die Songs sowie die Stimme von Michels. In der Summe ergab das eine erstmals über weite Strecken überzeugende Platte. Die letzte LP 'Ameurope' war vor allem die unbestritten beste Platte der Formation. Das lag vor allem am Reifeprozess des Songschreibers Wolfgang Michels, der mit 'Cause Me Pain', 'Mind Is Political Pollution' oder 'Leaders (No War No More)' einige seiner besten Lieder für diese Platte geschrieben hatte.“

Oldiemarkt 1 / 2004
 

„Remastered und mit vielen Bonustracks versehen, wird hier einer der im Ausland erfolgreichsten deutschen Bands gehuldigt, die in Germany weitestgehend ignoriert wurde. 'First Album' erschien 1969. Bereits bei diesem Release wird klar, dass Wolfgang Michels der Macher und kreative Kopf der Band war. Stilistisch befanden sich die Musiker noch in einer Orientierungsphase, was sie nicht daran hinderte, einige sehr gute Nummern aufzunehmen. Ein Kopfnicken in Richtung Zukunft findet der Hörer bei 'Home To You', einer exquisiten Singer/Songwriter-Komposition. 11 Bonustracks, darunter viele Tunes von 'One Plus None' - das lohnt sich. Mit drei zusätzlichen Nummern (Demoversionen von Album-Titeln) erscheint 'Lessons For Virgins', das 1971 aufgenommen wurde. Die Scheibe markiert den Übergang zu griffigeren Songs, wie dem sehr schönen 'Summer Song'. Der Nachfolger 'Tropical Brainforest' präsentiert sehr schöne, von Akustik-Gitarre getragene Balladen ('Creature Called Man') abwechselnd mit Up-Tempo-Rocksongs und Liedermacher-Kompositionen ('Doing It'). Eines ist allen Gemeinsam: Michels‘ Präenz und eine sparsame Instrumentierung, die sehr gelungen ist. Das beste Album der Band ist 'Ameurope' (+ 7 Bonustracks), welches wohl jedem 70s-Fan gefallen dürfte, denn hier stimmt wirklich alles! Allein der erste Song ist ein Paradebeispiel für einen melancholischen 'Rocker', der die für die damalige Zeit so typische bestimmte Offenheit besitzt. Vom Piano getragene Balladen ('Lonely Places'), Folk ('Jew Blues') und angeflangte Tracks ('Mind Is Political Pollution') sind nur einige der Pole, zwischen denen sich die Musik bewegt - die Empfehlung zum Einstieg!“

Eclipsed 3 / 2004
 

„Mit dem Ende letzten Jahres sehnsüchtig erwarteten erstmals kompletten Katalog von Percewood’s Onagram, der früheren Band von Singer/Songwriter-Genius Wolfgang Michels, gibt es Zugang zu pophistorischen Pioniertaten erster Güte. Darunter erstmalig die beiden ersten Alben und die beiden Hauptwerke von Deutschlands frühester Independent-Band mit ihrem eigenständigen, progressiven Sound aus Blues, Folkrock, Psychedelic & Westcoast. First Album (1969) ist ein wertvolles Zeitdokument, einst geliebt von Alexis Korner. Sänger, Songschreiber & Gitarrist Wolfgang Michels brillierte schon damals mit melodischen, nachdenklichen Folk-Pop-Songs, sowie Jazz und Rock. Wie auch beim Nachfolge-Album Lessons For Virgins (1971), auf dem es neben frühen Balladen mit Tiefgang ebenso sozial-gesellschaftskritische Titel gibt. Herausragend auf dem Weg, neue musikalische Wege zu erschließen, ist ein 20 Minuten langes, mutiges Musik-Theater. Das 3. Album der Band, Tropical Brainforest (1972), beherbergt mystische Bilder aus dem Kopf eines sensiblen Künstlers - Kraftvolle, ehrliche & dennoch sehr düstere Songs mit wunderbaren Melodien. Musikalisch sind die Werke weit voraus und gleichzeitig recht experimentell. Ameurope (1974), war das vierte & letzte Album von Percewood’s Onagram, gleichzeitig ihr Reifezeugnis. Von Früh-Punk über politische Statements bis hin zu intimsten Stimmungen ist alles dabei. Große Songs - international vergleichbar - machten diese Platte zu einem beliebten wie erfolgreichen Kult-Objekt & Klassiker ... bis heute.“

Notes 7-8 / 2004
 


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